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| (Lakshmi Narayan-Tempel) |
Ein neuer Tag bricht an. Nach dem Frühstück und der einbrechenden Hitze begeben wir uns nach einem kurzen Anruf zu unserem Fahrer Alex ins Auto. Es ist nun 13 Uhr und der Trip in die Stadt beginnt. Kaum auf der Straße angekommen herrscht ein wahnsinniger Verkehr. Zu sehen sind völlig überladene Autos, Fahrräder, Tuktuks (Drei-rädriges Gefährt), Fahrradrikschas(Fahrrad mit Anhänger), Fußgänger und koruppte Polizei bewaffnet mit Kalaschnikows. Nicht zu vergessen die Motorräder auf denen öfter bis zu 4 Personen platz nehmen können. Natürlich begleitet vom ständigem Gehupe. Kaum steht unser Auto an einer Ampel, sehe ich Kinder mit Blumen anhumpeln. Ein andernmal kommt eine Frau mit ihrem Neugeborenen ans Auto und presst ihr Gesicht an das Fenster und Bettelt um Rupien. Tränen und starrende Blicke verfolgen uns. Erschreckend und traurig zugleich.
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| Gebetsraum im Garten des Tempels |
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| Am India Gate |
Nachdenklich sehe ich also durch das scheinbar funktionierende Chaos hindurch und sehe mit mulmigen Gefühl auf Wellblechhütten, Shops und die ständig begleitende Armut. Unser erstes Ziel ist der Lakshmi Narayan-Tempel
. Dieser liegt direkt auf einer Hauptstraße, ist aber durch seine Pracht kaum übersehbar. Um in den Gebetstempel eintreten zu dürfen muss man einen Metalldetektor passieren, seine Schuhe ausziehen und sämtliche elektronische Gegenstände abgeben um den Tempel betreten zu dürfen. Fotos sind hier strengstens verboten.Also hinein in die gute Stube. Gerüche von Räucherstäbchen und Weihrauch. Kunstvolle Statuen der verschiedensten Götter. Betende Menschen. Touristen. Und Decken so hoch und voller Schönheit, dass es sehr schwer fällt euch das zu beschreiben. Unser zweiter Anlaufpunkt ist das India Gate am östlichen Ende des Rajpath, die durch die Mitte New Delhis führt soweit ich es mitbekommen habe. Aber mein Orientierungssinn gleicht dem eines kopflosen Hühnchens. Und so fühlte ich mich auch den ganzen Tag hindurch. Naja gut, zurück zum India Gate. Eigentlich heißt das India Gate All India War Memorial und soll an die indischen Soldaten erinnern, die im Ersten Weltkrieg fielen. Unzählige Namen von Soldaten sind in die Steine des 42 m hohen Tores eingraviert. Als wir nun davor standen versuchten die Händler auf uns zu stürzen. Bücher, Fotos, Anstecknadeln, Essen und nicht zu vergessen die Schlangenbeschwörer und ihre Shows. Nach diesen unzähligen Eindrücken schländerten wir noch um das Gate in den Einkaufpassagen herum und ...
......wer wurde beschissen???
Ich natürlich!!!
Im warsten Sinne des Wortes! Ich wurde angekackt von einem Hund!!! Entschuldigt den Ausdruck. Also er hat direkt auf meinen linken weißen Sneaker sein geschäft gemacht. Und ich laufe ohne das bemerkt zu haben durch die Passagen. Bis uns ein Schuhputzer anspricht. "Clean your shoe?" Wir weissten ihn ab. Er machte auf sich aufmerksam: "No no...your shoe!" Ich schaue hinunter und was sehe ich....... Scheiße! Der Schuhputzer hat recht. Also ließ ich meinen Schuh putzen und ich für meinen Teil, fuhr amüsiert und angekackt darüber, nach Hause. ;D
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