Freitag, 5. August 2011

Agra - Einfach sehenswert

Der Anfang - New Delhi. Die schwitzende und tösende Stadt kennt keine Ruhe. Und lässt uns um sieben Uhr Morgens aus ihren Fängen. Angekommen auf der Hauptstraße in die Richtung Agra, sollte es für mich viel zu sehen geben. Und das gab es auch.Große Herden von Fahrradfahrern, Schulbusse die Deportationsfahrzeugen ähnelten, es gab einfach alles. Selbst Geisterfahrer wurden akzeptiert und einfach bei ständiger Fahrt umfahren. Jedoch ist das noch kein Chaos. Nicht nur das Menschen, selbst Kinder und Tiere die Straße suchen, kam es auch noch zu einem Unfall. Ein LKW, welcher sich überschlug, blockierte die komplette Straße. Das Chaos suchte sich somit, wie ein wilder und reißender Fluß seinen Weg. Einfach unfassbar. Nach nur vier Stunden fahrt und 200 Kilometer später, erreichten wir die Stadt Agra. Agra gehört zu dem "Golden Triangel" neben Jaipur. Ein must-seen für Touristen. Denn in Agra steht einer der berühmtesten Bauten der Welt. Der Taj Mahal. Einfach ein wunderschöner Tempel. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Nun nahm uns die Hitze in die Hand und wir zogen einander über das Tempelgelände. Dort haben wir dann auch dem Ganges, der größte Fluss Indiens, beim fließen zugesehen. Man kann ALLES in dem "reinen" Fluss waschen, ließen wir uns von Alex sagen, sogar Tote. Hygiene?! Weiß ich auch nicht. :D Nunja....

Danach ging es in ein Fort, welches sich ebenfalls in Agra befindet. Das Red Fort of Agra. Das zweite Fort steht in New Delhi. Rote Mauern und rieseige Sääle haben uns begleitet. Und davon nicht zu wenig, denn wir haben uns sogar einwenig verlaufen. Hier eine Kammer, dort ein kleiner Gang und noch einmal der Treppe gefolgt haben wir ihn auch gefunden. Den Ausgang, welcher uns mit Regen belohnte. Somit mischte sich das schweißige T-Shirt mit unserem Schweiß und wir machten uns auf den Heimweg. Nach nur fünf weiteren  Stunden Rückfahrt im Auto, fiel mir der Hintern ab und es war sehr einfach ins Bett zu gehen.


Montag, 1. August 2011

Einmal Crispy Chicken bitte....

So fing alles an. Es war ein Freitag Abend. Eine Schar von Diplomaten sitzen mit mir, dem Zivilisten beisammen. Es wurde ausreichend erzählt, scharf gegessen, sowie Dart gespielt und gepokert. Apropos Essen. Es gab Crispy Chicken Hot & Spicy. Es hatte so gut gerochen. Und es schmeckte einfach unglaublich lecker. Und die Schärfe ließ mich ganz schön alt aussehen. Nun gut, gefeiert, gesoffen und gefeiert. Also nachdem alle Geckos und Beamten das Zuhause gesucht hatten, trug es uns auch am frühen Morgen durch die Hitze ins traute Heim. Dort angekommen ging es direkt Schlafen. Aber leider nur zwei Stunden. Denn dann sollte ich Indien spüren. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es reichte ja nicht schon der Vorfall mit meinem Schuh. NEIN! Ich sollte mich wie mein Schuh fühlen. Denn NUR ich, habe eine Magen-Darm-Infektion bekommen. Das dauerte nun von Freitag bis heute an. Nun ja nach Schweißausbrüchen, Erbrechen, Durchfall, Schüttelfrost und ein paar Krämpfen kann ich mich wieder richtig vor den Laptop setzten. Und kann euch nun erzählen was wir denn tagsüber am Donnerstag und Freitag besuchten.


Donnerstag (28.07.): - Qutb Minar
Das ist eine Siegessäule (siehe Bild) und ein Minarett in Indiens Hauptstadt New Delhi. Das Monument wurde errichtet aufgrund des Sieges der Moslems über die Hindus. Es liegt relativ zentral und ist ein Weltkulturerbe. Nachdem die Ruinen durchforstet wurden, der Rasen kontrolliert und der Turm abgecheckt war unser eigentliches zukünftiges Ziel der Lotus Tempel. Doch aufgrund von Niederschlägen vertagte sich der Besuch auf heute. So wurde gestern  improvisiert  und Alex (unser coole Fahrer) fuhr uns zu einem Tatooshop in der Innenstadt Delhis. Zack Wadenhaare ab, Tatoo-Vordruck drauf und los ging es. 3 Stunden später hatte Holger sein Tatoo in Form eines „H“ drauf und es ging durch die brütende Hitze nach Hause.

Freitag (29.07.): - Baha'i Temple (Lotus Tempel) & Akshardam

Dieser Tag war war einfach unfassbar. Ich habe selten in meinem Leben solch majestetische und wunderschöne Tempel gesehen. Kann vielleicht daran liegen das in Deutschland lebe und das mein erster Trip in den Orient ist. Hö hö ;D

Zu aller erst waren wir beim Lotustempel. Wie der Name dem Leser schon offenbart, könnte es sich hierbei um einen Tempel in Form einer Lotusblüte handeln. Diese Lotusblume steht für die Religionstoleranz. Ob Hinduismus, Buddhismus oder der Islam. In diesem Gebetshaus hat jeder einen Platz. Betritt man nun die große Innenhalle strahlt der Tempel etwas sehr neutrales aus. Schlicht gehaltene Baukunst, gepaart mit modernen Bänken und ein paar Blumen im Frontbereich verzieren diesen unglaublichen Bau. Einfach schön.



Aber das sollte noch nicht alles sein. Denn nun kommen wir zu meinem Highlight. Dieser Indische Tempel namens "Akshardam" rückte den Lotustempel etwas in den Schatten. Dieser Tempel ist größer als der Taj Mahal und ist ein 1 zu 1 Abbild des richtigen Tempels in Akshardam. Er ist sowas von wunderschön das mir nichts mehr einfiel als "WOW". Und das schon auf dem Highway. Ich kann nicht beschreiben wie schön dieser Tempel außen, sowie Innen ist. Details wohin man sieht. Aus Stein geschlagene Elefanten umringen dieses majestätische Monument. Verzierungen wohin das Auge blickt. Einfach unfassbar!!!  Aber Bilder sagen manchmal mehr wie 1.000 Worte. Leider kann ich euch nur Bilder aus dem Internet zeigen, da Fotoapperate strick verboten waren. Nun seht selbst:



Das wars erstmal wieder von mir. Bis morgen dann. :)

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ein weiterer "ruhiger" Tag

Ambience Shopping Mall
Nachdem gestrigen Wetter von 43 Grad Celsius und 85% Luftfeuchtigkeit sowie Regenschauern hatten wir uns entschlossen zu Hause zu bleiben. So haben wir Energie für die nächsten Tage geschöpft, obwohl das nicht geht bei dem Wetter. Naja egal...kurz gesagt - Gammeltag. Heute war dem nicht so obowohl das Wetter nicht wirklich besser war. Also Frühstück. Dusche. Los gehts. Wir sind als erstes auf dem Weg in die "Embassy of the Federal Republic of Germany", auch Deutsche Botschaft genannt. Nach der doppelten Sicherheitskontrolle konnte es auch schon los gehen. Eingetreten in den Komplex starren mich viele Augen an, aber sie scheinen alle leblos zu sein. Aber ich fühle mich nicht unwohl. Im Gegenteil - Wonne erfüllt mich. Denn um die 10 BMW und Mercedes Limousinen im glänzenden Weiß begrüßen uns. Darunter auch ein paar Jeeps die sich versuchen zu verstecken. Nun bekomme ich meine Führung. Swimmingpool, Bar, Tennisplatz und wunderschöne Gärten. Lieber Gott...wieso ich nicht??? Wieso? :'(
Führung vorbei, Affe tot. Weiter geht es in die Ambience Shopping Mall im Süden Delhi's. Viele Läden von Armani über Rolex bis hin zu Ed Hardy sind zu finden. Und fast überall ist das "Sale 40 %" Schild zu finden. Nun wird noch ein bisschen geschlendert und zu guter Schluss gehts in eine Sportsbar. Und nach ein paar geflegten Spielen Billiard geht es um  21:30 mit einem tosendem Tuktuk durch den lauten Verkehr nach Hause. 

Gute Nacht.

Montag, 25. Juli 2011

Zwischen Baracken und Tempel

(Lakshmi Narayan-Tempel)
Ein neuer Tag bricht an. Nach dem Frühstück und der einbrechenden Hitze begeben wir uns nach einem kurzen Anruf zu unserem Fahrer Alex ins Auto. Es ist nun 13 Uhr und der Trip in die Stadt beginnt. Kaum auf der Straße angekommen herrscht ein wahnsinniger Verkehr. Zu sehen sind völlig überladene Autos, Fahrräder, Tuktuks (Drei-rädriges Gefährt), Fahrradrikschas(Fahrrad mit Anhänger), Fußgänger und koruppte Polizei bewaffnet mit Kalaschnikows. Nicht zu vergessen die Motorräder auf denen öfter bis zu 4 Personen platz nehmen können. Natürlich begleitet vom ständigem Gehupe. Kaum steht unser Auto an einer Ampel, sehe ich Kinder mit Blumen anhumpeln. Ein andernmal kommt eine Frau mit ihrem Neugeborenen ans Auto und presst ihr Gesicht an das Fenster und Bettelt um Rupien. Tränen und starrende Blicke verfolgen uns. Erschreckend und traurig zugleich.  
Gebetsraum im Garten des Tempels
Am India Gate
Nachdenklich sehe ich also durch das scheinbar funktionierende Chaos hindurch und sehe mit mulmigen Gefühl auf Wellblechhütten, Shops und die ständig begleitende Armut. Unser erstes Ziel ist der Lakshmi Narayan-Tempel. Dieser liegt direkt auf einer Hauptstraße, ist aber durch seine Pracht kaum übersehbar. Um in den Gebetstempel eintreten zu dürfen muss man einen Metalldetektor passieren, seine Schuhe ausziehen und sämtliche elektronische Gegenstände abgeben um den Tempel betreten zu dürfen. Fotos sind hier strengstens verboten.Also hinein in die gute Stube. Gerüche von Räucherstäbchen und Weihrauch. Kunstvolle Statuen der verschiedensten Götter. Betende Menschen. Touristen. Und Decken so hoch und voller Schönheit, dass es sehr schwer fällt euch das zu beschreiben. Unser zweiter Anlaufpunkt ist das India Gate am östlichen Ende des Rajpath, die durch die Mitte New Delhis führt soweit ich es mitbekommen habe. Aber mein Orientierungssinn gleicht dem eines kopflosen Hühnchens. Und so fühlte ich mich auch den ganzen Tag hindurch. Naja gut, zurück zum India Gate. Eigentlich heißt das India Gate All India War Memorial und soll an die  indischen Soldaten erinnern, die im Ersten Weltkrieg fielen. Unzählige Namen von Soldaten sind in die Steine des 42 m hohen Tores eingraviert. Als wir nun davor standen versuchten die Händler auf uns zu stürzen. Bücher, Fotos, Anstecknadeln, Essen und nicht zu vergessen die Schlangenbeschwörer und ihre Shows. Nach diesen unzähligen Eindrücken schländerten wir noch um das Gate in den Einkaufpassagen herum und ...
......wer wurde beschissen???
 
Ich natürlich!!!
Im warsten Sinne des Wortes! Ich wurde angekackt von einem Hund!!! Entschuldigt den Ausdruck. Also er hat direkt auf meinen linken weißen Sneaker sein geschäft gemacht. Und ich laufe ohne das bemerkt zu haben durch die Passagen. Bis uns ein Schuhputzer anspricht. "Clean your shoe?" Wir weissten ihn ab. Er machte auf sich aufmerksam: "No no...your shoe!" Ich schaue hinunter und was sehe ich....... Scheiße! Der Schuhputzer hat recht. Also ließ ich meinen Schuh putzen und ich für meinen Teil, fuhr amüsiert und angekackt darüber, nach Hause. ;D


 

Sonntag, 24. Juli 2011

Welcome to New Delhi Airport....

Das waren die ersten Worte der ansehnlichen Stewardess als ich im Orient heute landete. Nun also nach 12 Stunden Flug und ein paar schmatzenden Indern später war ich endlich angekommen.  Der erste Schritt auf den indischen Empfangsteppich und die unfassbare Hitze untermalten das eigentlich auch ganz gut. 

Nun ja abgeholt von Holger und seinem eigenen Chauffeur (Alex) sind wir auch gleich nach Hause gefahren. Achja....! Die Fahrt! Eine Geschichte für sich. Aber das werde ich euch beim nächsten mal erzählen. Also angekommen mit meinem geknackten Trolli und Hinternschmerzen habe ich mir die Wohnung zeigen lassen. Sie ist vollklimatisiert, hat 130m² und eine Dachterasse. Also fast so groß wie mein Zimmer aber ok....ich bin ja ein toleranter Mensch.Hier nun ein paar Bilder damit ihr euch ein besseren Eindruck machen könnt. Morgen gehts dann auf in die Innenstadt...dazu aber morgen mehr. Gute Nacht.

Das Wohnzimmer
Die Küche
Mein Zimmer :O

Vorwort

Zu aller erst möchte ich der Person danken der ich diese Reise in den Orient zu verdanken habe. Denn alleine hätte ich diese Kosten nicht tragen können. Dieser Dank gilt also meinem Sitznachbarn aus der Grundschule,  Holger Rulff (Fragst du dich gerade wie er aussieht? - Facebook machts möglich). Vielen Dank dir das du mich zu dir eingeladen hast und dies auf eine fast erschreckende selbstverständliche Weise. Es ist einfach nicht in Worte zu fassen. Vielen Dank dir! :)